Kommunikationsgeschichte anschaulich gemacht
Das Museum für Kommunikation Nürnberg zeigt, mit bayerischem Schwerpunkt, die Geschichte der Post und der Nachrichtenübermittlung vom Mittelalter bis heute. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des Transportwesens, des Reisens, der Telegrafie und des Telefons bis hin zur aktuellen Telefonkultur. Illustriert werden diese Themenschwerpunkte durch Gebrauchsgegenstände des Postbetriebes wie zum Beispiel Originalfahrzeuge oder Reiseutensilien, technische Geräte vom frühen Telegrafen bis hin zur komplexen Fernvermittlungsanlage sowie zahlreiche zeitgenössische Abbildungen und historische Dokumente. Lebensläufe von Postbediensteten, Filme und szenische Ensembles aus dem Alltag von Post und Telekommunikation zeigen die sozialen, politischen, wirtschaftsgeschichtlichen und kulturellen Aspekte von Kommunikation auf.
In der Abteilung „Briefe, Marken, Schreibkultur“ wird fast die gesamte deutsche Philatelie gezeigt, d. h. fast alle altdeutschen Staaten, das gesamte Deutsche Reich inklusive Kolonien, die Weimarer Republik, das Dritte Reich und Deutschland nach 1945 inklusive BRD, DDR und Saarland.
Im Bereich „Briefkultur“ wird an eigens konstruierten Tischen „erlesbar“, wie sich in den letzten Jahrhunderten die geschriebene Kommunikation zwischen Menschen entwickelt hat, die sich an unterschiedlichen Orten aufhielten. Dabei reicht der Bogen vom mittelalterlichen Zeitungsbrief über das Gerichtsschreiben aus dem 19. Jahrhundert bis hin zum modernen Newsletter. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Schreibgeräte gezeigt.
Neueste Kommunikationstechniken wie Chatten, Mailen und Surfen können Besucherinnen und Besucher an einer eigens eingerichteten Computer- und Internet-Station mit sechs frei zugänglichen Rechnern ausprobieren. Daneben laden viele betriebsfähige Objekte und technische Anlagen zum Ausprobieren ein. Zu nennen sind hier die große Rohrpostanlage, drei funktionstüchtige Telefonvermittlungsanlagen, ein Fernschreiber und der Internet-Bereich.
