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Internationaler Museumstag

Sonntag, 17.05.2026

Seit 49 Jahren wird im Mai der Internationale Museumstag gefeiert. Das Museum für Kommunikation macht mit einem vielfältigen Programm für große und kleine Museums-Gäste unter dem Motto „Museen verbinden eine gespaltene Welt“. Feiern Sie mit bei freiem Eintritt am Sonntag, 17.5.2026 von 10 bis 18 Uhr.

Gleichzeitig nutzen wir diesen besonderen Tag, um auf den Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt am 21. Mai 2026 einzustimmen. Denn Museen sind Orte der Begegnung – hier treffen unterschiedliche Geschichten, Perspektiven und Menschen aufeinander. Genau darin liegt ihre Stärke: Vielfalt sichtbar zu machen, den Dialog zu fördern und damit Menschen zu verbinden.

Wir machen Vielfalt erfahrbar: Gleich ob Sütterlin oder Hieroglyphen – wir zeigen die Vielfalt der Schriften und Sie können damit die Vielfalt der Kommunikation und der Kulturen kennenlernen.

Entdecken Sie die Vielfalt der Generationen, wenn Sie unseren ehrenamtlich tätigen, ehemaligen Fernmeldetechniker beim Warten unserer Vermittlungsstellen zuschauen und Sie Vieles von ihnen erfahren können.

Und wie war das mit dem Wählscheibentelefon?

All das und noch mehr erwartet Sie bei freiem Eintritt am Internationalen Museumstag.

Termin: Sonntag, 17.5.2026; 10 – 18 Uhr
Weitere Informationen und die Angebote aller teilnehmenden Museen unter www.museumstag.de
Kosten: kostenlos
Ort: Museum

Vielfalt der Schriften – Vielfalt der Kulturen

Führung zur Einstimmung auf das Thema des Tages

11 bis 12 Uhr | Museumseingang

Zur Einstimmung auf das Thema des Tages führt sie Elke Schneider, Referentin für Bildung und Vermittlung durch das Museum. Erfahren Sie an unserer Weltkarte der Sprachen weshalb es etwa 7.000 Sprachen, aber nur ca. 100 Schriftsysteme auf der Welt gibt. Erleben Sie, wie Menschen auch mit ihrem Körper sprechen und man nicht nicht kommunizieren kann. Besuchen Sie unsere altägyptische Grabkammer und sehen, wie hier Texte die Bildwelt vorgeben. Und entdecken Sie schließlich unsere chinesische Schreibmaschine und wie die große Welt der chinesischen Bildzeichen im Computer-Zeitalter umgesetzt werden.

11 bis 13.30 Uhr | Poststraße, Bereich Schreiben+Lesen

Erfunden von Louis Braille, der selbst blind war, erlaubt die nach ihm benannte Blindenschrift das Tasten von Buchstaben und Zahlen. Die Braille-Schreibmaschine drückt Vertiefungen in einen Papierstreifen basierend aus einem Code aus sechs Punkten. Dabei werden 6 Tasten in verschiedenen Konstellationen gedrückt. Probieren Sie das Schreiben mit sechs Fingern gleichzeigt mit Museumspädagogin Alessia Pennavaria aus und nehmen Ihren Namen in Brailleschrift tastbar mit nach Hause

Beispielbild für die hebräische Schrift

Schreiben Sie Hebräisch!

11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr | Schriftgeschichte, Bereich Schreiben+Lesen

Mit über 2.000 Jahren ist das Hebräische eines der ältesten Schriftsysteme der Welt. Tora und das Alte Testament darin sind geschrieben. Vom Althebräischen ausgehend wurde es im 19. Jahrhundert wiederbelebt und entwickelte sich von der Sakral- zur lebendigen Sprache und Schrift Ivrit: 22 Zeichen, die von rechts nach links geschrieben werden. Sie bezeichnen überwiegend Konsonanten und haben auch Zahlwerte. Zviya Bar-Masada Matsliach, die unter anderem am Bildungszentrum unterrichtet, führt Sie ein in die Welt des Schreibens in Hebräisch.

Arabische Schreibmaschine

Schreiben Sie Arabisch!

11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr | Bereich Sehen+Zeigen

Seit fast 1.500 Jahren wird das arabische Alphabet benutzt. 28 Zeichen, die von rechts nach links geschrieben werden. Sie bezeichnen Konsonanten und Langvokale, dazu kommen Punkte. Dabei verändern Buchstaben ihr Aussehen abhängig von der Position im Wort. Walid Attari unterrichtet unter anderem am Bildungszentrum. Bei uns führt er Sie ein in die Welt der arabischen Schrift, zeigt die arabische Kalligrafie und bringt sogar eine arabische Schreibmaschine zum Ausprobieren mit. Entdecken Sie auch die arabischen Zahlen, die ihren Weg in europäische Schriftsysteme gefunden haben.

Beispielbild für das Schreiben in Sütterlin und das Malen von Hieroglyphen

Schreiben Sie in Sütterlin und Hieroglyphen!

11 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr | Schreib-Werkstatt, Bereich Schreiben+Lesen

In unserer Schreib-Werkstatt sind Sie eingeladen, mit historischen Schreibgeräten in Sütterlin zu schreiben, der Schrift, die von 1915 bis 1941 an deutschen Schulen unterrichtet wurde. Oder Sie nutzen unser Hieroglyphen-Alphabet zum Schreiben Ihres Namens: Hier wird es geheimnisvoller, da Tiere und Dinge für Lautzeichen stehen. Bei all dem hilft Ihnen Museumspädagogin Sabine Forkel-Kutschka weiter. Außerdem hält sie ein griechisches und ein kyrillisches Alphabet bereit, vielleicht finden sich hier Schriftexpert*innen unter unseren Museumsgästen.

Fingeralphabet

Buchstabieren Sie im Fingeralphabet!

12.30 bis 13 Uhr und 13 bis 13.30 Uhr | Rundes Sofa, Bereich Hören +Sprechen

Ganz leise lassen sich mit dem Fingeralphabet Namen, Wörter oder Abkürzungen buchstabieren. Lernen Sie mit Elke Schneider, Referentin für Bildung und Vermittlung das Fingeralphabet kennen, das international für die lateinische Schrift einheitlich ist. Erfahren Sie, warum Menschen, die nicht oder nur schwer hören können, zwar das Fingeralphabet, aber vor allem Gebärdensprachen verwenden und wie diese sich davon unterscheidet. Stellen Sie sich im Fingeralphabet vor und lernen Sie das Zeichen für „I love you“!

Schreiben Sie Chinesisch!

11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr | Bereich Sehen+Zeigen

Die ältesten chinesischen Schriftzeichen sind 3.000 Jahre alt, aber vereinheitlicht wurde die Schrift um 200 v. Chr.. Es gibt keine Buchstaben, sondern insgesamt fast 100.000 Zeichen, die jeweils für ein Wort oder eine Silbe stehen. Sie werden von oben nach unten oder von rechts nach links geschrieben und oft kommen sie vom Bild her. Erforschen Sie die chinesische Schrift mit Si Xiaolong vom Konfuzius-Institut Nürnberg Erlangen e. V.. Dafür bringt er auch ein interessantes Spiel mit, das zeigt, wie Bild und Zeichen zueinander passen. Und wie kann man mit dieser Schrift am Computer schreiben?

Herr Reinhold und Herr Guth an der Telefonvermittlungsanlage des Museums für Kommunikation Nürnberg

Schau-Wartung der historischen Telefonvermittlungsanlagen
unter dem Motto Vielfalt der Generationen
!

13 bis 15 Uhr | Historische Telefonvermittlungsanlage, Bereich Hören

Unsere Ehrenamtlichen, zumeist selbst frühere Fernmeldetechniker, erwecken unter dem Motto „Vielfalt der Generationen“ Technikgeschichte zum Leben. Bei der Schau-Wartung rattert, klingelt und leuchtet es an unseren Vermittlungsstellen aus vier Generationen. Im Dialog machen die Fachleute Kindern und Erwachsenen eine Welt der Kommunikation begreifbar, als Telefonieren noch nicht mobil war und rein elektromechanisch funktionierte. Museumsgäste können die Technik nicht nur bestaunen, sondern selbst ausprobieren, wie man früher „wählen“ musste und das Gespräch vermittelt wurde.

Beispielbild für den Buchverkauf

Bücher-Sonderverkauf

11 bis 16.30 Uhr | Museumseingang

Alle Literatur- und Kulturinteressierten zu einem Sonder-Bücherverkauf eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine vielfältige Auswahl an Büchern und Magazinen aus den Bereichen Kommunikation, Medien, Kulturgeschichte und Technik.

Angeboten werden Fachliteratur, das Magazin DAS ARCHIV sowie ausgewählte Einzelstücke zu attraktiven Sonderpreisen. Der Bücherverkauf bietet Gelegenheit, besondere Publikationen zu entdecken und gleichzeitig die Arbeit des Museums zu unterstützen. Der Sonderverkauf richtet sich an alle Interessierten – vom Fachpublikum bis hin zu Bücherliebhabern.

Hinweis: Beim Bücher-Sonderverkauf ist nur Barzahlung möglich

Beispielbild für die offene Redaktionssitzung der Relevanzreporter gemacht im MKN

Vielfalt im Journalismus

ab 14 Uhr | Aktionsraum im Bereich Internet 2.OG

Wie entstehen Nachrichten und wer macht sie? In der offenen Redaktionssitzung werden die alltäglichen Arbeiten der Redakteur:innen unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit den Relevanzreportern aus Nürnberg können Themen erarbeitet werden. So erfahren Sie, wie Redaktionen ticken und was den modernen Lokaljournalismus besonders macht.