WhoAmIWantToBe – Avatare in digitalen Spielen 

Intervention in der Dauerausstellung

Gamer:innen wissen es: Lara Croft, Super Mario oder der Werwolf im Fantasy-Rollenspiel – Avatare, also steuerbare Figuren, sind wichtige Elemente von digitalen Spielen. Sie tragen zum Erzählen von Geschichten bei und mit ihnen können Handlungen in der jeweilige Spielwelt ausgeführt werden. Daneben verkörpern sie aber auch verschiedene Identitäten, in die Spieler:innen schlüpfen können.

Studierende des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben gemeinsam mit Dr. Peter Podrez die virtuellen Personifikationen aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht erforscht. Dabei suchten sie Antworten auf Fragen wie: Wer können wir sein? Als wer können wir spielen? Welche Körperbilder (re-)produzieren Games? Wo sind Stereotype im Spiel und wie können sie überwunden werden? Auf der Suche nach Antworten haben sie Avatare analysiert, transformiert und selbst erstellt. Die Ergebnisse werden in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation präsentiert und zeigen in multimedialen analogen und digitalen Formen die vielfältigen Botschaften von Avataren. Die thematische Bandbreite reicht dabei von Exponaten zu Geschlechter- oder Mensch-Tier-Verhältnissen bei Avataren über Ausstellungsstücke zu psychisch erkrankten oder monströsen Avataren bis hin zu Beobachtungen der Aneignung von Avataren durch Praktiken des Cosplay.

In Kooperation mit dem Museum für Kommunikation zeigen sie jetzt die Ergebnisse ihrer Computerspielforschung. Die kleine Schau präsentiert die vielfältigen Botschaften von Avataren aus einer kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive – und wird ab dem 15. Oktober  durch Arbeiten aus einem Masterseminar erweitert.

Video: Dr. Annabelle Hornung und Dr. Peter Podrez zur Ausstellung

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