Wer bin ich und wie viele (kann ich sein): Avatare in Computerspielen 

November 2021 bis April 2022

Lara Croft, Super Mario oder der selbst erstellte Werwolf im Fantasy-Rollenspiel – Avatare, also steuerbare Figuren, sind wesentliche Elemente der meisten Computerspiele. Sie tragen zum Erzählen von Geschichten bei, mit ihnen können Handlungen in der Spielwelt ausgeführt werden, sie dienen als „Verkörperungen“ und Identifikationsangebote für die Spielenden. Und sie verkörpern selbst Identitätsbilder, mit denen sich die geplante Ausstellung beschäftigt: Als wer (oder was) können wir spielen? Welche Angebote machen uns Computerspiele, welche Normen und Körperbilder (re-)produzieren sie? Wo sind Stereotypen im Spiel und wie können sie überwunden werden?

Ausgestellt werden Projektarbeiten aus dem Lehrveranstaltungskontext des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation Nürnberg. Die Studierenden untersuchen dabei unter Anleitung des Medienwissenschaftlers Dr. Peter Podrez verschiedene Identitätsbilder von Avataren. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Geschlechterrollen, Bilder sozialer Klassen, Vorstellungen fremdartiger Monster sowie die Gestaltungsmöglichkeiten individueller Spielfiguren. 

Entdecken Sie die vielfältigen Botschaften von Avataren und ihre Aufarbeitung aus einer kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive der Computerspielforschung. 

top