Wer bin ich und wie viele (kann ich sein): Avatare in Computerspielen 

November 2021 bis April 2022

Lara Croft, Super Mario oder der selbst erstellte Werwolf im Fantasy-Rollenspiel – Avatare, also steuerbare Figuren, sind wesentliche Elemente der meisten Computerspiele. Sie tragen zum Erzählen von Geschichten bei, mit ihnen können Handlungen in der Spielwelt ausgeführt werden, sie dienen als „Verkörperungen“ und Identifikationsangebote für die Spielenden. Und sie verkörpern selbst Identitätsbilder, mit denen sich die geplante Ausstellung beschäftigt: Als wer (oder was) können wir spielen? Welche Angebote machen uns Computerspiele, welche Normen und Körperbilder (re-)produzieren sie? Wo sind Stereotypen im Spiel und wie können sie überwunden werden?

Ausgestellt werden Projektarbeiten aus dem Lehrveranstaltungskontext des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation Nürnberg. Die Studierenden untersuchen dabei unter Anleitung des Medienwissenschaftlers Dr. Peter Podrez verschiedene Identitätsbilder von Avataren. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Geschlechterrollen, Bilder sozialer Klassen, Vorstellungen fremdartiger Monster sowie die Gestaltungsmöglichkeiten individueller Spielfiguren. 

Entdecken Sie die vielfältigen Botschaften von Avataren und ihre Aufarbeitung aus einer kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive der Computerspielforschung. 

Dialogroute #neuland

16. Mai 2021 bis 9. Januar 2022

Stellen wir uns die Digitalisierung und ihre Folgen für Gesellschaft und Individuum als großes Land vor: Ein Terrain, das uns in Teilen schon vertraut ist – in dem es aber auch noch unendlich viel zu entdecken gibt! Die Sonderausstellung „#neuland: Ich, wir und die Digitalisierung“ war eine Einladung, dieses Terrain zu entdecken – einige Teile der Schau werden nun vorübergehend als Dialogroute in unsere Dauerausstellung integriert.

Das digitale Leben fordert uns heraus: Gewohntes verschwindet, aber wir erhalten auch die Freiheit Neues zu gestalten. Dieses Spannungsfeld fordert uns als Individuen und als Gesellschaft heraus. Wie im Brennglas zeigt sich das in Corona-Zeiten, in denen die Digitalisierung in vielen Feldern plötzlich und ungeplant einen massiven Schub erfahren hat. Videokonferenzen boomen, Arbeit wird in bisher nicht gekanntem Maße mobil, sozialer Austausch verlagert sich in Chats, mit Datenspende-Apps und Corona-Tracing-Apps wird die Ausbreitung des Virus untersucht. Digitale Tools etablieren sich. Gleichzeitig entsteht im Internet auch Raum für Desinformation.

Die Ausstellung #neuland ging auf Entdeckungstour, zeigte Praxen und Orte des Digitalen in unserem Alltag und fragte, wie wir eine digitale Gesellschaft gestalten wollen. Doch das Thema #neuland begleitet uns noch weiter:

Ausgesuchte Bereiche der Schau werden vom 16. Mai 2021 bis zum 9.Januar 2022 als „Spur“ in die Dauerausstellung des Museums integriert. Die Digitalisierung in den Bereichen „Identität“, „Orientierung“, „Wissen“ und „Optimierung“ tritt dann in Dialog mit der ständigen Schau rund um die menschliche Kommunikation.

Begleitprogramm

So 10. Oktober 2021 | 12 - 13.15 Uhr Ich, wir und die Digitalisierung: #neuland entdecken Online-Führung
So 14. November 2021 | 12 - 13.15 Uhr Ich, wir und die Digitalisierung: #neuland entdecken Online-Führung
So 12. Dezember 2021 | 12 - 13.15 Uhr Ich, wir und die Digitalisierung: #neuland entdecken Online-Führung
So 09. Januar 2022 | 12 - 13.15 Uhr Ich, wir und die Digitalisierung: #neuland entdecken Online-Führung


Alle Veranstaltungen

Video-Führung durch die Dialogroute #neuland

Expotizer zur Ausstellung

In unserer multimedialen Einführung zur Ausstellungen finden Sie detaillierte Informationen zu den Inhalten von #neuland.

> ZUM EXPOTIZER

#neuland ist eine Kooperation der Museumsstiftung Post und Telekommunikation und der Nemetschek Stiftung.

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