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Vom Postmuseum zum Museum für Kommunikation

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Im Gebäude des so genannten Verkehrsmuseums befindet sich heute neben dem Museum für Kommunikation das DB Museum, das Firmenmuseum der Deutschen Bahn. Die Ursprünge der beiden Museen gehen auf das 19. Jahrhundert zurück, als das Königreich Bayern auch nach der Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 eine eigene Post und eigene Bahn behielt. Der Aufbau eines Königlich Bayerischen Verkehrsmuseums in Nürnberg am Marientorgraben demonstrierte die Eigenständigkeit des Landes in diesem Bereich. 1899 wurde eine Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahn eröffnet, die 1902 um eine Abteilung zur Geschichte der bayerischen Post und Telegrafie erweitert wurde. Mit dem Bau am heutigen Standort wurde 1914 begonnen. Verzögert durch den Ersten Weltkrieg, erfolgte die Fertigstellung des heutigen Museumsgebäudes erst 1925. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die bayerische Post schrittweise in die Reichspost integriert, das Bahnwesen wurde Teil der Reichsbahn. Seither gibt es unter einem Dach zwei unabhängige Museen, die von Post und Bahn bzw. ihren Nachfolgefirmen finanziert werden.

Während des Zweiten Weltkrieges blieb das das gesamte Museum geschlossen; wichtige Exponate gingen verloren. Erst 1955 konnte das Post-Museum mit einer Ausstellung in bescheidenem Rahmen wieder eröffnet werden. Von 1988 bis 1991 erfolgte ein umfangreicher Um- und Ausbau. Seit 1995 gehört das Haus mit den Museen in Berlin und Frankfurt am Main zur Museumsstiftung Post und Telekommunikation (MSPT). Stifter der MSPT sind die Deutsche Post und die Deutsche Telekom. Die Bezeichnung „Museum für Kommunikation Nürnberg“ führt das Haus seit 2000. Für die ständige Präsentation stehen rund 1.300 qm zur Verfügung.

Seit November 2010 stehen der Mensch und seine Kommunikation im Mittelpunkt der Dauerausstellung. Besucher können sich auf viele Originalexponate freuen: Signalinstrumente, Objekte zur Telefonkultur und zur Medienentwicklung, Vermittlungsanlagen, historische Fahrzeuge, archäologische Funde zum Thema „Schrift“ und historische Computer. Medienstationen erklären, wie Kinder schreiben lernen oder wie eine chinesische Sekretärin ihre Schreibmaschine mit mehreren Tausend Schriftzeichen beherrscht. Mitmachstationen ergänzen diese Angebote.


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