SommerNachtFilmFestival

Mobiles Kino zu Gast im MKN

Das Museum für Kommunikation ist der ideale Spielort für das SommerNachtFilmFestival, denn schließlich ist Film, seit seinen ersten Aufführungen Ende des 19. Jhs., eines unserer wichtigsten Kommunikationsmedien. Das Museum für Kommunikation Nürnberg erklärt nicht nur Bewegtbild, sondern auch alle anderen Mittel, mit denen Menschen kommunizieren, in seinen Ausstellungen.

Kostenloser Ausstellungsbesuch mit Kurzführungen möglich

Vor den Vorführungen im Hof des Hauses am 4., 6. und 7.8. gibt es die Möglichkeit ab 20 Uhr durch das Museum zu gehen. Flying Guides geben Kurzführungen und stehen für Fragen zur Verfügung. Die Filmauswahl dreht sich natürlich auch – richtig: um Kommunikation.

Termine: 4.,5., 6. und 7.8., Museumsbesuch jeweils ab 20 Uhr (außer 5.8.), Filmstart jeweils 21 Uhr
Tickets: Onlinetickets unter https://www.sommernachtfilmfestival.de/
Restkarten an der Abendkasse
Eintrittspreise: 10,- € Vorverkauf (VVK) zzgl. Gebühren
11,- € (9,- € ermäßigt) Abendkasse (AK)
Kinder unter 6 Jahren kostenlos
Ort: Innenhof des Museums

Hinweis: Tickets können nicht zurückgegeben werden. Die Veranstaltungen finden auch bei schlechtem Wetter statt.

Die Termine

Freitag, 04. August, 21 Uhr

She Said

Dieser Film ist starbesetzt und gleichzeitig ein Zeitdokument der #Metoo-Bewegung. Startpunkt ist ein mutiger Artikel in der NewYorkTimes: Mitten im amerikanischen Wahlkampf 2016 enthüllt Journalistin Megan Twohey, dass Donald Trump von mehreren Frauen der sexuellen Belästigung bezichtigt wird. Zusammen mit ihrer Kollegin Jodie Kantor recherchiert sie weiter und wird schließlich mit Produzent Harvey Weinstein einen großen Namen Hollywoods zu Fall bringen. Sein struktureller Machtmissbrauch hinterließ zahlreiche Opfer, die Regisseurin Maria Schrader ebenfalls zu Wort kommen lässt.

She Said

Regie: Maria Schrader, mit Carey Mulligan, Zoe Kazan, Patricia Clarkson

USA 2022 SPIELZEIT 124 MIN. FSK AB 12

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Samstag, 05. August, 21 Uhr

Holy Spider – mit Filmgespräch mit der iranischen Journalistin Roya Karimi Majd

Im Iran ist leiden Journalist*innen unter starken Repressalien. Eine der bekanntesten iranischen Journalistinnen, Roya Karimi Majd, hat mit ihrer Recherche zur Mordserie des Spinnenmörders Anfang der 2000er ein Tabu gebrochen. Ihre Arbeit war die Basis des Filmstoffs von „Holy Spider“, und sie lebt seit vielen Jahren im Exil. Im Gespräch mit Andrea Kuhn, Leiterin des Menschenrechtsfilmfestivals Nürnberg, gibt sie Einblicke in ein Land, in dem Pressefreiheit noch immer eine Wunschvorstellung ist.  

Um in einer Reihe von Morden an Sexarbeiterinnen zu recherchieren, begibt sich die Journalistin Rahimi aus Teheran in die berüchtigten Vororte der Heiligen Stadt Mashhad, und damit selbst auf unsicheres Pflaster. Anders als Rahimi haben es die örtlichen Behörden nämlich nicht eilig den Fall aufzuklären. Der Täter verfolgt darum weiter unbehelligt seinen perfiden Plan, die Stadt vermeintlich von ihren Sünden zu reinigen. Während die Journalistin dem Mörder immer mehr auf die Schliche kommt gerät sie selbst in Gefahr. Und das vor allem, da die Stadtbevölkerung weniger ihre Moralvorstellungen als die des Täters zu teilen scheint…

Holy Spider – mit Filmgespräch mit der iranischen Journalistin Roya Karimi Majd

Regie: Ali Abbasi, mit Mehdi Bajestani, Zahra Amir Ebrahimi, Arash Ashtiani

DÄNEMARK/DEUTSCHLAND/FRANKREICH/SCHWEDEN 2022 SPIELZEIT 115 MIN. FSK AB 16

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Sonntag, 06. August, 21 Uhr

Asteroid City

87 Menschen leben in einer gottverlassenen Gegend, die einst durch den Einschlag eines Meteoriten geformt wurde. Familien mit hochbegabten Kindern stoßen einmal pro Jahr hinzu, um im Wüstensand astronomische Forschungsprojekte durchzuführen. Dabei begegnen sich kuriose Figuren wie Kriegsfotograf Augie und Schauspielerin Midge, die in ihrem tristen Motel-Zimmer sowohl Liebes- als auch Suizid-Szenen probt, während ein altmodischer Zug immer wieder neue Besucher bringt. Als schließlich ein Alien auftaucht, wundert sich kaum noch jemand… Wes Anderson erschafft einen herrlich skurrilen Mikrokosmos!

Asteroid City

Regie: Wes Anderson, mit Margot Robbie, Tom Hanks, Scarlett Johansson

USA 2023 SPIELZEIT 106 MIN. FSK AB 12

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Montag,  07. August, 21 Uhr

Wenn es so etwas wie einen Star der deutschen Nachrichten-Szene gibt, dann ist das Lars Bogenius. Seine Artikel sind emotional, von großer Tragweite und fangen die Leser ein. Alles klingt zu gut, um wahr zu sein – findet zumindest der freie Journalist Juan Romero und spürt den Geschichten nach. Zuerst sind es nur kleine Ungereimtheiten, aber je mehr er den Geschichten nachgeht, desto mehr Widersprüche tun sich auf. Romero hält trotz Widerstände daran fest, die Wahrheit zu Tage zu fördern. Denn was er entdeckt, entpuppt sich als der größte Journalismus-Skandal Deutschlands.

Tausend Zeilen

Regie: Michael Herbig , mit: Elyas M’Barek, Jonas Nay, Michael Ostrowski

DEUTSCHLAND 2022 SPIELZEIT 95 MIN. FSK AB 12

Onlineticket

PRESSEMAPPE New Realities

Wie Künstliche Intelligenz uns abbildet

Künstliche Intelligenz (KI) ist aktuell in aller Munde und ein stark diskutiertes Thema in Gesellschaft, Kultur und Medien. Dabei tauchen mehr Fragen als Antworten auf. Noch ist unklar, inwieweit die breite Verfügbarkeit und der Einsatz von KI unser Leben beeinflussen wird. So scheint die kreative Schaffenskraft der KI in Wort, Schrift und Bild kaum Grenzen zu kennen. In der Ausstellung „New Realities – Wie Künstliche Intelligenz uns abbildet“ möchte das Museum für Kommunikation Nürnberg einige der aufkommenden Fragen durch KI-generierte Bilderserien beleuchten. Der Fokus liegt hierbei auf der Kommunikation und Sprache: Wie funktioniert sprachbasierte KI? Wie „echt“ bildet KI Mensch und Gesellschaft ab? Was „macht“ die KI mit uns, wie beeinflusst sie unsere Wahrnehmung und unsere Realität? Wie wirkt sich die KI auf unsere Gesellschaft und unser Miteinander aus? Zentral dabei ist der menschliche Zeichenvorrat, mit dem die KI arbeitet, und unser Handeln als User*innen. Wir freuen uns auf die Diskussion über diese spannenden Fragen.

Presseinformation

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Das DB Museum bleibt geöffnet

Ab dem 29.3.2023: Wie kommt Neues in die Welt

Unser neuer Ausstellungsbereich zum Thema Journalismus und Nachrichten

Es scheint paradox: Je mehr (digitale) Informationsangebote uns auf Smartphone und Tablet, in Printmedien, im Radio oder Fernsehen zur Verfügung stehen, umso schwieriger wird es, sich umfassend und wahrhaftig zu informieren. Obwohl uns alle – ob Journalist:innen oder Influencer:innen – Neues vermitteln wollen, ist dies oft interessengeleitet. Die PR-Abteilungen großer Firmen oder Verbände veröffentlichen Medienbeiträge stets mit eigener Botschaft. Gleichzeitig gibt es viele Ausspielkanäle, die in Echtzeit informieren: von Webseiten und Nachrichtenportalen bis hin zu Social Media. Und alles kostenfrei? Oder wie bezahlen wir eigentlich Neuigkeiten? Im klassischen Abonnement oder hinter Paywall kosten Nachrichten Geld. Die vermeintlich kostenlosen Angebote haben auch ihren Preis: Über Tracking werden unsere Daten gesammelt und gewinnbringend weitergeben.

Dies zeigt: Wir brauchen Medienkompetenz, um passende Informationskanäle auszusuchen, Fake News und andere Desinformationsquellen zu erkennen oder uns für Meinungs- und Pressefreiheit zu engagieren.

Eine Besucherin in der Ausstellung liest einen Text am Eingang zur Grabkammer des Senedjem.

Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech

22. Februar 2024 – 12. Januar 2025

Wir alle tun es: Schimpfen und Fluchen. Kraftausdrücke gibt es wohl seit es Sprache gibt und in allen Kulturen der Welt. Die Ausstellung „Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ geht diesem Sprachphänomen auf unterhaltsame Weise nach.

Kurator Rolf-Bernhard Essig schlägt einen Bogen von saftigen Verfluchungen in Keilschrift über internationale Beschimpfungen mit Tiernamen bis zu Internet-Trollen und Hate Speech. Da geht es auch um die Lust am Tabubruch, um Männer- und Frauenschmähungen, um das Phänomen der Fluchabwehr durch das Tragen von Amuletten, um Ausraster in Fußball und Verkehr oder um vergebliche Verbote von Kraftausdrücken. Historische Objekte, Medienstationen sowie Mitmach-Angebote zeigen, dass Fluchen und Schimpfen ständige und lebendige Elemente jeder menschlichen Kommunikation sind. Übrigens: der Titel ist eine Verkürzung von „Gottes Blitz soll dich treffen!“

Expotizer

Auf unserem ausstellungsbegleitenden Expotizer erfahren Sie u.a., was das Fluchen mit Schimpfen zu tun hat, warum wir Fluchen und was Kraftausdrücke in unserem Gehirn auslösen.

Ein Scherenschnitt vor Sonnenuntergang eines Rennfahrers auf einem Steinzeitlich anmutenden Gefährt zum Schattentheater Mobilés & Magnetic Music am 7.5.2022 auf der Blauen Nacht, Nürnberg.
Moving Shadows: Michaela Koehler-Schaer

Blaue Nacht:

4. März bis 22. Juni 2022

Als einziger Veranstaltungsort öffnen DB Museum, Museum für Kommunikation und Staatstheater Nürnberg ihre Pforten schon um 17 Uhr für Die Junge Nacht. So nennt sich das Programm, das sich von 17 bis 20 Uhr nicht nur an Familien, sondern auch an alle richtet, die sich mehr Zeit während der Blauen Nacht wünschen. Für Blaue-Nacht-Frühgeher wird auf der Lessingstraße und in den Häusern von 17 bis Mitternacht ein abwechslungsreiches Programm geboten. 

Presseinformation (PDF)

Flyer (PDF)

Pressebilder 1 – 5 (Zip)

Pressebilder 6 – 9 (Zip)

Bildunterschriften und Copyrights (PDF)

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